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GESBIM
Gesundheit statt Bahnlärm in Mannheim


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Nachrichten 2019:


3/2019:
Projektbeirat wird für Neubaustrecke eingerichtet
Eine der wichtigsten Forderungen der Region wird erfüllt: ein Projektbeirat mit Vertretern von Bahn, Bund, Ländern, Gemeinden und regionalen Interessen wird die weitere Planung der Neubaustrecke übernehmen. Dabei wäre wünschenswert, den Zuständigkeitsbereich von Frankfurt bis in die Region südlich von Mannheim zu definieren, um ein Gesamtkonzept erarbeiten zu können - dazu gibt es allerdings noch keine Aussagen.
Den  Artikel aus dem Mannheimer Morgen  vom 2.3.2019 finden Sie hier.


2/2019:
OB Kurz fordert großräumige Betrachtung
In der Hauptausschusssitzung des Mannheimer Gemeinderates am 26.2.2019 gab es insgesamt neun Anträge zur Bahnthematik. OB Kurz forderte eine gemeinsame Betrachtung der Region und der Stadt Mannheim, um einen genügenden Lärmschutz für Mannheim zu erreichen. "Wir müssen eine Spaltung des Planungsraumes vermeiden." Damit widersprach er den Vorstellungen der DB. "Wir müssen jetzt alle politischen Hebel ziehen", so Kurz, damit in angemessener Zeit (er sprach von 3 bis 5 Jahren) eine einheitliche Position der Region entwickelt werden könne.
Den Bericht aus dem  Mannheimer Morgen vom  28.2.2019 über die Sitzung  finden Sie hier.


2/2019:
"Schwarzer Freitag" schlägt Wellen in Mannheim
Die Fraktionen des Gemeinderates sehen die Entscheidungen der Bahn, das Projekt in mehrere Teile zu teilen, als für Mannheim schädliche Vorfestlegung. CDU-Fraktionsvorsitzender Kranz nennt es eine "Katastrophe". Die Stadtspitze befürchtet, dass alternative Trassenführungen nicht weiterverfolgt werden - obwohl sie dies seit Jahren fordert.
Der Mannheimer Morgen widmete den Stellungnahmen einen  Artikel am Samstag, den 16.2.2019  mit dem Titel "Schlimmste Befürchtungen".
Am 19.2.2019 informierte die GESBIM Mitglieder und Interessierte in Blumenau über das letzte Beteiligungsforum (den "schwarzen Freitag"). Die Veranstaltung war mit rund 70 Teilnehmern gut besucht und die Diskussion war intensiv. Ein Teilnehmer formulierte: "Hier beginnt sich ein Verbrechen an der Bevölkerung abzuzeichnen". Generell war der Wunsch vernehmbar, dass sich nach diesem "schwarzen Freitag" die Stadt Mannheim, idealerweise im Schulterschluss aller Parteien und gemeinsam mit den Einwohnern, offensiver einsetzen möge - z. B. durch Beauftragung einer eigenen regionalen Machbarkeitsstudie und durch öffentliche Veranstaltungen.


2/2019:
Beteiligungsforum am 8.2.2019 in Darmstadt: "Schwarzer Freitag" für Mannheim und die Region
Das Bahnprojekt wird nicht nur in zwei, sondern sogar in drei Teile geteilt: Nordbereich Frankfurt bis Mannheim-Waldhof, Knoten Mannheim inklusive Schwetzingen, Südbereich Karlsruhe. Der Norden soll bis Ende dieses Jahres bereits entschieden werden, der Süden startet erst 2020 - und der Knoten Mannheim wird davon unabhängig und völlig ohne Beteiligungsverfahren geplant.
  • Die vier betroffenen hessischen Landkreise hatten die Prüfung der Viergleisigkeit gefordert, um S-Bahn-Zukunft und Lärmschutz zu gewährleisten: Fehlanzeige!
  • Die Stadt Mannheim hatte die Verschiebung des Planfeststellungsantrages des Ausbaus der östlichen Riedbahn und eine Tunnelprüfung gefordert: Fehlanzeige!
  • Vier Gemeinden um Schwetzingen hatten Bestandsstreckenlärmschutz und eine Güterzugumfahrung gefordert: Fehlanzeige!
  • Die Region hatte einen Projektbeirat gefordert: Fehlanzeige!
Über all diese nicht erst seit gestern vorgetragenen Anliegen der Region wurde am Freitag nicht einmal geredet (siehe auch  Bericht des Mannheimer Morgen vom 12.2.2019   sowie die  Skizzen der drei für den Norden vorliegenden  Streckenvarianten  aus dem MM). 
Und wem diese schlechten Nachrichten noch nicht reichen - das BMVI informierte, dass alle technischen Planungen ohne Verkehrslenkung gemacht werden - diese sei allein Sache der DB. Das Aufsichtsministerium für die DB wäscht seine Hände in Unschuld.


1/2019:
Verkehrsministerium erläutert Pläne für Bahnknoten Mannheim
"Jetzt geht es in die heiße Phase", wird Verbandsvorsitzender und Landrat des Rhein-Neckar-Kreises Stefan Dallinger im Mannheimer Morgen / Hockenheimer Tageszeitung zitiert. Die geplante Investition in die Schieneninfrastruktur werde begrüßt. Allerdings lege das Forum Wert auf Planungsalternativen, die den Zusammenhang mit der Neubaustrecke nach Frankfurt, den Lärmschutz an den Strecken und den geplanten Ausbau des S-Bahn-Verkehrs in der Region stärker berücksichtigen. Außerdem solle der Knotenausbau von einem sogenannten Projektbeirat wie beim Tunnelbau in Offenburg begleitet werden. In einem solchen Gremium sollen Vertreter von Bund, Ländern und Bahn sowie Politiker und Bürgerinitiativen aller an den Strecken liegenden Gemeinden südlich und nördlich von Mannheim sitzen und gemeinsam eine verbindliche Planung erarbeiten.
Den  Artikel aus der Hockenheimer Tageszeitung vom 22.1.2019  können Sie hier lesen.


1/2019:
"Planungen so nicht umsetzen" (Mannheimer Morgen vom 16.1.2019)
Zitat aus dem Artikel:
"Es gibt Themen, bei denen Parteien unterschiedlicher Couleur an einem Strang ziehen. Der Kampf gegen den drohenden Lärm von Güterzügen ist so ein Thema. Seit klar ist, dass die Deutsche Bahn die östliche Riedbahnstrecke zweigleisig ausbauen möchte, laufen die Kritiker vor Ort Sturm.
Beim Neujahrsempfang der Gemeinnützigen Bürgervereinigung und der Volksbank Sandhofen ging Claudias Kranz (CDU) darauf ein. Eingeladen als Vertreter der Stadt und des Gemeinderats richtete er einen dringlichen Appell an die vielen anwesenden Vertreter von Politik, Wirtschaft und Vereinen: Es bleibe „noch ein halbes Jahr Zeit, massiv darauf einzuwirken, dass die Planungen so, wie sie vorliegen, nicht umgesetzt werden.“ Dazu bedürfe es aber „des Engagements aller“."


1/2019:
WHO empfiehlt tiefere Lärmgrenzwerte
In den neuen "Leitlinien für Umgebungslärm" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind folgende Zusammenfassungen zu lesen: 
Für die durchschnittliche Lärmbelastung empfiehlt die WHO stark, "... durch Schienenverkehr bedingte Lärmpegel auf weniger als
54 dB Lden  zu verringern, weil Schienenverkehrslärm oberhalb dieses Wertes mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden ist." Für die nächtliche Lärmbelastung empfiehlt die WHO stark, "... durch Schienenverkehr bedingte Lärmpegel auf weniger als 44 dB Lnight  zu verringern, weil nächtlicher Schienenverkehrslärm oberhalb dieses Wertes mit negativen Auswirkungen auf den Schlaf verbunden ist."
Derzeit liegen die Werte in Deutschland für Neubaustrecken um 5 dB(A) höher, für Bestandsstrecken sogar um 15 dB(A), letzerer nur als freiwillige Leistung.
Wegen des neuen Planungsbeschleunigungsgesetzes droht im Einzelfall für Neubaustrecken sogar ein um 8 dB(A) höherer Wert.
Zu den schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen zählen u.a. Herzerkrankungen, Konzentrationsstörungen sowie Verärgerung und Stress mit Auswirkungen z.B. auf Bluthochdruck.