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Gesundheit statt Bahnlärm in Mannheim


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Nachrichten 2019:


2/2019:
Beteiligungsforum am 8.2.2019 in Darmstadt: "Schwarzer Freitag" für Mannheim und die Region
Das Bahnprojekt wird nicht nur in zwei, sondern sogar in drei Teile geteilt: Nordbereich Frankfurt bis Mannheim-Waldhof, Knoten Mannheim inklusive Schwetzingen, Südbereich Karlsruhe. Der Norden soll bis Ende dieses Jahres bereits entschieden werden, der Süden startet erst 2020 - und der Knoten Mannheim wird davon unabhängig und völlig ohne Beteiligungsverfahren geplant.
  • Die vier betroffenen hessischen Landkreise hatten die Prüfung der Viergleisigkeit gefordert, um S-Bahn-Zukunft und Lärmschutz zu gewährleisten: Fehlanzeige!
  • Die Stadt Mannheim hatte die Verschiebung des Planfeststellungsantrages des Ausbaus der östlichen Riedbahn und eine Tunnelprüfung gefordert: Fehlanzeige!
  • Vier Gemeinden um Schwetzingen hatten Bestandsstreckenlärmschutz und eine Güterzugumfahrung gefordert: Fehlanzeige!
  • Die Region hatte einen Projektbeirat gefordert: Fehlanzeige!
Über all diese nicht erst seit gestern vorgetragenen Anliegen der Region wurde am Freitag nicht einmal geredet (siehe auch  Bericht des Mannheimer Morgen vom 12.2.2019   sowie die  Skizzen der drei für den Norden vorliegenden  Streckenvarianten  aus dem MM). 
Und wem diese schlechten Nachrichten noch nicht reichen - das BMVI informierte, dass alle technischen Planungen ohne Verkehrslenkung gemacht werden - diese sei allein Sache der DB. Das Aufsichtsministerium für die DB wäscht seine Hände in Unschuld.



1/2019:
Verkehrsministerium erläutert Pläne für Bahnknoten Mannheim
"Jetzt geht es in die heiße Phase", wird Verbandsvorsitzender und Landrat des Rhein-Neckar-Kreises Stefan Dallinger im Mannheimer Morgen / Hockenheimer Tageszeitung zitiert. Die geplante Investition in die Schieneninfrastruktur werde begrüßt. Allerdings lege das Forum Wert auf Planungsalternativen, die den Zusammenhang mit der Neubaustrecke nach Frankfurt, den Lärmschutz an den Strecken und den geplanten Ausbau des S-Bahn-Verkehrs in der Region stärker berücksichtigen. Außerdem solle der Knotenausbau von einem sogenannten Projektbeirat wie beim Tunnelbau in Offenburg begleitet werden. In einem solchen Gremium sollen Vertreter von Bund, Ländern und Bahn sowie Politiker und Bürgerinitiativen aller an den Strecken liegenden Gemeinden südlich und nördlich von Mannheim sitzen und gemeinsam eine verbindliche Planung erarbeiten.
Den  Artikel aus der Hockenheimer Tageszeitung vom 22.1.2019  können Sie hier lesen.


1/2019:
"Planungen so nicht umsetzen" (Mannheimer Morgen vom 16.1.2019)
Zitat aus dem Artikel:
"Es gibt Themen, bei denen Parteien unterschiedlicher Couleur an einem Strang ziehen. Der Kampf gegen den drohenden Lärm von Güterzügen ist so ein Thema. Seit klar ist, dass die Deutsche Bahn die östliche Riedbahnstrecke zweigleisig ausbauen möchte, laufen die Kritiker vor Ort Sturm.
Beim Neujahrsempfang der Gemeinnützigen Bürgervereinigung und der Volksbank Sandhofen ging Claudias Kranz (CDU) darauf ein. Eingeladen als Vertreter der Stadt und des Gemeinderats richtete er einen dringlichen Appell an die vielen anwesenden Vertreter von Politik, Wirtschaft und Vereinen: Es bleibe „noch ein halbes Jahr Zeit, massiv darauf einzuwirken, dass die Planungen so, wie sie vorliegen, nicht umgesetzt werden.“ Dazu bedürfe es aber „des Engagements aller“."


1/2019:
WHO empfiehlt tiefere Lärmgrenzwerte
In den neuen "Leitlinien für Umgebungslärm" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind folgende Zusammenfassungen zu lesen: 
Für die durchschnittliche Lärmbelastung empfiehlt die WHO stark, "... durch Schienenverkehr bedingte Lärmpegel auf weniger als
54 dB Lden  zu verringern, weil Schienenverkehrslärm oberhalb dieses Wertes mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden ist." Für die nächtliche Lärmbelastung empfiehlt die WHO stark, "... durch Schienenverkehr bedingte Lärmpegel auf weniger als 44 dB Lnight  zu verringern, weil nächtlicher Schienenverkehrslärm oberhalb dieses Wertes mit negativen Auswirkungen auf den Schlaf verbunden ist."
Derzeit liegen die Werte in Deutschland für Neubaustrecken um 5 dB(A) höher, für Bestandsstrecken sogar um 15 dB(A), letzerer nur als freiwillige Leistung.
Wegen des neuen Planungsbeschleunigungsgesetzes droht im Einzelfall für Neubaustrecken sogar ein um 8 dB(A) höherer Wert.
Zu den schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen zählen u.a. Herzerkrankungen, Konzentrationsstörungen sowie Verärgerung und Stress mit Auswirkungen z.B. auf Bluthochdruck.